Wie werden wir Jesus ähnlicher?

Lieber Leser,

Wenn ich zum Thema unseres neuen Heftes: „Wie werden wir Jesus ähnlicher (Heiligung)?“ spontan eine Bibelstelle nennen sollte, fällt mir immer sofort Hebr 12,14 ein: „Bemüht euch um Frieden mit allen Menschen und auch um Heiligkeit. Ohne sie wird niemand den Herrn sehen.“ (Basisbibel) Da ist doch vermeintlich alles klar und deutlich gesagt. Ich soll mich anstrengen und ein heiliges Leben führen? Seit meiner Kindheit ist das für mich persönlich eine Herausforderung. Dabei liegt die Herausforderung nicht in dem Wunsch, Jesus ähnlicher zu werden. Herausfordernd ist für mich der Begriff in der Klammer: Heiligung.

Vom KOMMT zum GEHT

Lieber Leser,

wir alle kennen die frustrierende Erfahrung, dass die Menschen um uns herum kaum, wenn überhaupt, Interesse an geistlichen Themen zeigen. Wie kann es gelingen, die Mauer zwischen uns zu überwinden und die klare Botschaft des Heils weiterzugeben? Dieses Heft möchte uns in dieser Sache Hilfestellung geben!

Neuauflage des Booklets "Gemeindegründungsbewegungen"

Vorwort: Es ist jetzt 17 Jahre her, dass eine Handvoll Missionare des International Mission Boards der Südlichen Baptisten anfingen, von der ungewöhnlichen Multiplikation von Gemeinden unter unerreichten Volksgruppen zu berichten, die sie versuchten zu erreichen. Hunderte neuer Gemeinden wurden gemeldet an einigen der schwierigsten und unwahrscheinlichsten Orten: unter Hindus, Buddhisten, Marxisten und anderen.

Zwei Jahre später, im Jahr 1998, lud ich eine Reihe dieser Missionare ein, persönlich von dem zu berichten, was sie vorfanden. Die Frage, die wir stellten, war: „Wie wirkt Gott in diesen bemerkenswerten Bewegungen?“

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„Leben im Netzwerk“ – Chancen und Risiken der Zusammenarbeit

Wenn auch der Begriff „Netzwerk“ noch nicht allzu lange gebräuchlich ist, so ist doch das dahinterstehende Bild sehr alt: Ein aus Schnüren zusammengeknüpftes Netz – meist denkt man an ein Fischernetz. Knoten in bestimmten Abständen verbinden mehrere Schnüre miteinander, sodass ein Netz stabil und brauchbar wird. Im übertragenen Sinn heißt das: Menschen oder Organisationen verbinden sich und arbeiten an einer Sache oder in eine Richtung zusammen – eben in einem Netzwerk. So knüpfen wir als DIM gezielt mit anderen Werken Kontakt, die wie wir das Anliegen von Gemeindegründung und Gemeindegründungsbewegung auf dem Herzen tragen. Unsere Mitarbeiter suchen den Kontakt zu Gemeinden und Initiativen, die ein missionarisches Herz haben. Bei Weitem nicht alle haben denselben geistlichen und theologischen Hintergrund wie wir. Aber sie haben das gleiche Anliegen, das Evangelium weiter in Deutschland zu verbreiten, um Menschen für Jesus Christus zu gewinnen und in Gemeinden zu führen. Als DIM fördern wir solche Verbindungen ausdrücklich, weil wir allein auf uns gestellt den Missionsauftrag in Deutschland schlicht nicht erfüllen können.

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Was ist mit Lehren und Predigen in Jüngerschafts- und Gemeindegründungsbewegungen?

Folgender Blogbeitrag von David L. Watson ist am 27.08.2013 auf der Seite www.davidlwatson.org erschienen und wurde von uns übersetzt.

„Was ist mit Lehren und Predigen?“- Das ist die Frage Nr.1, die mir gestellt wird, wenn ich über Jüngerschaftsbewegunge, Entdecker-Bibelstudium und Entdeckergruppen rede. Solche Gruppen arbeiten induktiv und korrigieren sich selber durch einen Coaching-Prozess; und für den Uneingeweihten scheint es, als ob es keine Lehrer oder Prediger gäbe. Zu dieser Fragestellung gibt es mehrere Aspekte, die ich in diesem Beitrag untersuchen möchte.

Ein gewisser Prozentsatz derer, die diese Frage stellen, sagen in Wirklichkeit: „Ich habe den Eindruck, dass Lehren und Predigen meine Gaben sind, und ich sehe für mich keinen Platz im Entdeckungsprozess.“ Das Problem mit dieser Entgegnung besteht darin, dass sie sich auf das Lehren bzw. den Prediger konzentriert und nicht auf den Lernenden, der Gott kennenlernen soll. Ich bezeichne das als „Nachrichtensprecher-Syndrom“: Menschen mit diesem Syndrom halten sich selbst für so gute Redner, Lehrer oder Prediger, dass der Klang ihrer Stimme und der Inhalt ihrer Botschaften auf irgendeine wundersame Weise in den Köpfen ihrer Zuhörer eingebettet wird. Sie begründen ihren Standpunkt aus der Bibel und denken, dass heutiges Lehren und Predigen auch die Norm im ersten Jahrhundert war.

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Gebet als Schlüssel für Gemeindegründungsbewegungen

Es wird kein Christ abstreiten wollen, dass Gebet wichtig ist. Es hört sich sowohl richtig gut als auch geistlich an, wenn man solche Behauptungen aufstellt, wie es in dem Titel dieses Artikels heißt. Für ein so wichtiges Thema wie Gebet in der Gemeindegründung brauchen wir allerdings mehr als wohlklingende Worte. Wir brauchen Aussagen aus der Schrift, die uns eine solide Grundlage für unsere Gebetspraxis liefern.

Die Grundlage, auf die Jesus seine Gemeinde baut und die Wichtigkeit des Gebets

„und auf diesen Felsen (petra = Felsmassiv) werde ich meine Gemeinde bauen“ (Matthäus 16,18b – NeÜ). Die Grundlage, auf die Jesus Christus seine Gemeinde baut, ist das Bekenntnis des Petrus zu seiner Person aus Matthäus 16,16: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes“. Unsere Stimmen stimmen in dieses Bekenntnis mit ein, indem wir seine Zeugen sind wie es in Apg 1,8 steht: „Wenn aber der Heilige Geist auf euch gekommen ist, werdet ihr Kraft empfangen und als meine Zeugen auftreten“. Hiervon leite ich schon eine starke Begründung der Schlüsselrolle des Gebets ab – die Verheißung Christi, dass der Geist Gottes uns die Kraft gibt, um als seine Zeugen aufzutreten. Wenn das so ist, dann bringe ich mein Vertrauen zu ihm durch gläubiges Gebet zum Ausdruck. Ich bitte, dass seine Verheißung in Erfüllung geht. Ich komme zu meinem Gott im Gebet mit der Erwartung, dass ich durch den Geist die versprochene Kraft bekomme, um Jesus zu bezeugen. Wenn wir Jesus bezeugen, dann baut er seine Gemeinde. Wenn wir beten, dass Gott uns durch seinen Geist diese versprochene Kraft gibt, dann antwortet er, wir bezeugen den Herrn Jesus und er baut seine Gemeinde. Dies geschieht überall, wo wir sind und wo immer wir hinkommen! Gebet ist in diesem Sinne ein Ausdruck unseres Glaubens und eine Erwartung seines Wirkens. Wo immer wir sind und wo immer wir hinkommen, bezeugen wir ihn und er baut seine Gemeinde!

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"Geht hin": Wie Gemeinden in ihrer missionarischen Kompetenz ermutigt werden

Bestehende Gemeinden für ihren missionarischen Auftrag stärken

Neben dem Auftrag, neue Gemeinden zu gründen, ist es ein wichtiges Anliegen, bestehende Gemeinden herauszufordern und zu stärken für ihren Dienst vor Ort. Einen Gegensatz zu sehen zwischen der Gründung neuer und der Stärkung „alter“ Gemeinden wäre fatal. Es ist doch die Gemeinde Jesu, die vom Herrn der Gemeinde den bleibenden Auftrag zum Hingehen bekommen hat und bis heute der Träger dieses Dienstes ist – auch wenn sich leider nicht jede Ortsgemeinde daran beteiligt. Die nachfolgenden Themenbereiche sollten wir betend durchdenken, wenn wir als Gemeinde (neu) missionarisch fruchtbar werden wollen:

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Führung im Spannungsfeld zwischen Harmoniesucht und Autoritätsgehabe

Was uns auch immer an Gedanken durch den Kopf geht wenn wir diese Überschrift lesen – im Editorial wurde jedenfalls verdeutlicht, dass die beschriebene Spannung auch zu biblischen Zeiten vorhanden war. Und daran hat sich ganz offensichtlich auch nichts geändert, da sich die Menschen nicht geändert haben. Oftmals wird in Gemeinden Leitung genau so empfunden: „Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, wie ich zu leben habe!“ – solche Sätze kann man dann hören, wenn biblisch begründeter Rat (der vielleicht nicht in der nötigen Weisheit erteilt wurde) als autoritäre Einmischung angesehen wird. Selbstverständlich spielt hier das Denken unserer Gesellschaft mit hinein, in der jeder Autorität grundsätzlich mit Skepsis begegnet wird. Auf der anderen Seite kann es heißen: „Die Leiter unternehmen ja nichts!“, wenn Gemeindeglieder etwa eine Entwicklung beobachten, bei der man aus ihrer Sicht längst hätte einschreiten sollen. Hier wird Führung als schwach oder zu rücksichtsvoll empfunden. Haben Sie beim Lesen vielleicht vergleichbare Situationen wiedererkannt?

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Gottesdienst zwischen Event und gelebter Gemeinschaft

Der perfekte Gottesdienst

Wie sieht für Dich ein perfekter Gottesdienst aus? Ein offenes, sympathisches Gebäude. Eine flexible Bühne mit tollen und begabten Mitarbeitern. Theater, klasse Musik, packende Predigten und ansprechende Präsentationen. Dazu noch Gottesdienstbesucher, die sich am großen Ganzen beteiligen. Ein Gottesdienst mit vielen begeisterten Besuchern, aber trotzdem in persönlicher, ansprechender Atmosphäre.

So ähnlich lauten oft die Antworten, wenn man nach dem perfekten Gottesdienst fragt.

Besser ist aber die Frage: Unter den widrigsten Umständen, in Not und Verfolgung, wenn einem fast nichts mehr bleibt - was ist dann das Wesentliche am Gottesdienst? Plötzlich geht es nicht mehr um Äußerlichkeiten, um Programm, Technik und Begeisterung, sondern um Gott und um uns Menschen - Gottes Wort, um Gemeinschaft, um gegenseitige Ermutigung und das Wirken des Heiligen Geistes.

Aber noch einmal zurück. Wenn wir überlegen, wie der perfekte Gottesdienst aussehen sollte, müssen wir zunächst klären, was Gottesdienst überhaupt ist.

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Gemeindegründung durch Hauptberufler oder Zeltmacher

Paulus traf auf seiner zweiten Missionsreise in Korinth auf Priszilla und Aquila, die Zeltmacher von Beruf waren. Paulus schloss sich ihnen an, da er ebenfalls gelernter Zeltmacher war (Apg 18,3).

Tarsus, die Geburtsstadt von Paulus, war bekannt für die Herstellung von Zelten und es ist anzunehmen, dass dort Paulus sein Handwerk als Zeltmacher gelernt hat. Zu Beginn seines Dienstes in Korinth arbeitete Paulus als Zeltmacher und unterredete sich in seiner ihm verbleibenden Zeit mit den Juden in der Synagoge und ging seiner Missionsarbeit nach. Darum reden wir auch heute noch von Zeltmachern: Menschen arbeiten in einem Beruf, um so ihre eigentliche Berufung als Gemeindegründer zu finanzieren.

Ich bin selbst diesen Weg gegangen, zum Teil aus Not heraus, zum Teil aus Überzeugung. Als ich 2005 den Schritt aus dem klassischen (in meinem Fall baptistischen) Gemeindesystem heraus machte, gab ich auch meinen Beruf und mein Einkommen als Pastor auf.

Beim Betrachten von Gemeindegründungsbewegungen weltweit fielen mir zwei Dinge auf, die die Multiplikation von Jünger und Gemeinden gestoppt haben: Überall dort, wo begonnen wurde, Pastoren Gehälter zu zahlen oder Gebäude gebaut wurden, stoppte die Multiplikation. Ich dachte daher damals so: „Ich möchte Bewegungen in Deutschland sehen. Wenn Jünger und Gemeinden sich nur multiplizieren, wenn keine Gehälter gezahlt werden, dann darf ich auch kein Gehalt beziehen und muss als Zeltmacher für mein eigenes Auskommen sorgen.“ Daher gründete ich Anfang 2006 mein eigenes Gewerbe und fing an, T-Shirts zu bedrucken und diese im Internet zu verkaufen (www.milchundhonig.de). Ich arbeitete in diesem Beruf zunächst teilzeitlich und später auch vollzeitlich. In dieser Zeit lernte ich einige Dinge:

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